DIE BIOLOGISCHE MEDIZIN
Die Biologische Medizin, Komplementärmedizin oder Alternative Medizin ist eine ganzheitlich ausgerichtete Medizin. Sie hat ihre Wurzeln in den Erfahrungen mit den natürlichen aber auch magischen Heilweisen. Einen starken Einfluss brachten die orientalischen Ärzte ein. Hippokrates, die Klostermedizin, Hildegard von Bingen, Paracelsus und Hahnemann sind nur einige, die wesentlich das Fundament für moderne Naturheilverfahren geschaffen haben.
Heute integriert sie die neuesten physikalischen und biochemischen Erkenntnisse über Spurenelemente, freie Radikale, Vitamine, Aminosäuren und die modernen "schulmedizinischen" Forschungen über Anatomie, Physiologie, Biochemie und Pathologie.
Die biologisch ganzheitliche Medizin verwendet den Begriff der REGULATION. Es
ist die Feinabstimmung des "inneren Milieus". Deren Regulationsfähigkeit
ist die Voraussetzung, um das innere Gleichgewicht aufrecht zu erhalten.
Im Gegensatz zu der eher statisch ausgerichteten zell- und organspezifischen
Denkweise der "Schulmedizin" hat die Dynamik der Lebensvorgänge
allergrößte Bedeutung. Alle Lebensvorgänge sind dynamisch. Alle
Organe stehen unter einem ständigen Auf- und Abbau, auch das erkrankte
baut sich um. Je nach Organ unterliegt es unterschiedlichen Rhythmen.
Z.B. Das Lymphsystem hat eine Umbaudynamik von etwa 3 Wochen, Darmbakterien
von einigen Tagen, langsam regenerierende Gewebe wie Knochen und Knorpel von
Jahren.
Wichtig ist, dass sich jedes Organ erneuern kann, auch ein krankes oder degeneriertes,
wenn die Milieusituation verbessert und die Voraussetzungen zum Neuaufbau des
Organgewebes unterstützt werden.
Dabei kann die "Fünf-Elementen-Lehre" der TCM die Erneuerungsvorgänge
wirkungsvoll unterstützen.
Das alles regulierende innere Milieu wird aufrecht erhalten durch die Grundfunktionen
menschlichen Lebens. Diese sind:
Sauerstoff-, Wasser-, Elektrolyt- und Säure-Basen-Haushalt.
Sauerstoff (Oxygenium). Der Mensch benötigt zum Leben Sauerstoff. O2 löst
Redoxreaktionen aus, die man heute nach Einführung der Elektronentheorie
versteht als Vorgänge, die mit Übertragung von Elektronen verbunden
sind. Diese Stoffwechselvorgänge werden durch Biokatalysatoren ausgelöst
und gesteuert. Das sind Wirkstoffe, wie Vitamine, Spurenelemente und Enzyme,
die zum größten Teil im Körper nicht selbst gebildet werden,
sondern in natürlicher Form in der Frischkost enthalten sind. In der Jugend
herrscht der Aufbaustoffwechsel (Oxydation) vor. Bei älteren Menschen der
Abbaustoffwechsel (Reduktion). Es ist sehr viel komplizierter als hier dargestellt
werden kann. Aus dem heute vorliegenden Verständnis der bio- und biophysikalischen
Vorgängen wird die Einnahme von Vitamin E empfohlen, einem natürlichen
Antioxydant, das das Gewebe vor den freien Radikalen schützt.
Die Sauerstoff-Ozon-Therapie HOT und die Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie nach
Prof. Ardenne fördert den Aufbaustoffwechsel und kann den Mangel an aufbau-
und regenerierenden Prozessen wirkungsvoll fördern.
Wasserhaushalt. Wasser ist der Ur- und Lebensstoff, der Träger allen Lebens.
Beim Kind beträgt der Anteil Wasser am Körpergewicht ca. 70 - 75 %
und beim älteren Menschen nur noch ca. 50 %. Das Wasser ist das wichtigste
Lösungsmittel und die tägliche Trinkmenge sollte 2 Liter nicht unterschreiten.
Die Austrocknung älterer Menschen führt zu vielfachen gesundheitlichen
Problemen. Der französische Hydrologe Prof. Vincent hat nachgewiesen, dass
Sterblichkeit, Herzinfarkt und Krebs weitgehend von der Qualität des Trinkwassers
abhängig sind.
Elektrolyt-Haushalt (Mineral-Haushalt). Zwischen Sauerstoff-, Wasser-, Elektrolyt-
und Säure-Basen-Haushalt bestehen enge Beziehungen. Sie sind miteinander
verknüpft und beeinflussen sich gegenseitig. Bemerkenswert ist, dass die
prozentuale Zusammensetzung des Raumes außerhalb der Körperzelle
weitgehend dem Meerwasser entspricht. Zwischen dem Blut, dem intra- und extrazellulären
Raum (3-Kammer-System) findet ein ständiger Stoffaustausch statt. Das Konzentrations-
und Ladungsgefälle innerhalb und außerhalb der Zelle sind Voraussetzung
für die elektrische Erregbarkeit der Zelle und damit für die Lebenstätigkeit
des Organismus. Die elektrischen Potentiale werden z. B. im EKG und EEG gemessen.
Säure-Basen-Haushalt. Alle Vorgänge in unserem Organismus sind an
einem ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt gebunden. Denaturierte Nahrung,
zuviel Fleisch, zuviel Süßes, Bewegungsmangel übersäuern
den Organismus. Säure ist der Tod. Im übersäuerten Organismus
verlangsamen sich die Stoffwechselvorgänge. Die Alterung und der Abbau
erfolgen schneller. Einen Ausgleich lässt sich in der heutigen Zeit nur
noch mit zusätzlicher Nahrungsergänzung erreichen.
Das Bindegewebe, dem Mesenchym, Interstitium oder Grundsubstanz
genannt durchwirkt alle Gewebe und verbindet alle Organe miteinander und ist
der eigentliche Träger aller Informationen und unbewusster Funktionssysteme.
Sehr viele Krankheiten haben in der Störung des Informationsflusses und
im Stoffwechsel des Bindegewebes ihren Ursprung.
Um die Tätigkeit der geschädigten Organe zu unterstützen und
bei einer Schädigung die Regeneration zu fördern, hat man auch in
Ihrem Land Organteile getrocknet und zermahlen und zu oralen Medikamenten verarbeitet.
Vor etwa 20 Jahren ist die medizinische Welt in die Stammzellforschung eingetreten,
die allgemein auch als Zelltherapie bezeichnet wird. Es geht vorwiegend dabei
um Stammzellen menschlicher Embryonen, die neben wissenschaftlichen auch ethische
Probleme hervorgerufen haben und weltweit sehr konträr diskutiert werden.
So berichtet Prof. Landsberger, UNI Heidelberg, dass das wissenschaftliche Problem
embryonale Zellen des Menschen zu gewinnen, zu züchten, zu bestimmten Geweben
sich entwickeln zu lassen und zu implantieren, um damit eine Reihe verschiedenartiger
Krankheiten, wie Herzinsuffizienz, Leberversagen, Hirnabbau u. a. zu behandeln,
auch zu heilen, konnte bislang nicht erfüllt werden und wird noch viele
Forschungsjahre beanspruchen.
Der andere Weg wurde bereits vor etwa 80 Jahren von dem Schweizer Chirurgen
Prof. Dr. med. Niehans beschritten und hat damit die eigentliche Zelltherapie
begründet.
Grundlage war die Entdeckung Virchows Mitte des 19. Jahrhunderts, dass unser
Körper aus unzähligen Zellen zusammengesetzt ist. Jede Zelle ist ein
kleiner Organismus für sich, der sein eigenes Leben und seinen eigenen
Stoffwechsel hat. Alle menschlichen und tierischen Organzellen sind nach einem
einheitlichen Grundplan aufgebaut und haben gleiche Strukturen und physiologische
Grundfunktionen.
Jedes Organ hat seine arteigenen spezifischen Zellen, die nur im Mikroskop erkennbar
sind. Wenn der Körper erkrankt, erkranken seine Zellen. Sind die Zellen
gesund, ist es auch der Organismus. Jede Zelle besteht aus einem Zellkern und
einer Flüssigkeit, dem Protoplasma. Die Wechselbeziehung zwischen Kern
und umgebenden Protoplasma ist die Urform des Lebens. Die Zelle gibt Stoffe
ab und nimmt welche auf.
Eine weitere Entdeckung erfolgte von Carrel in New York Zerkleinerte Teile von
Organen lebten in Nährlösung im Brutschrank eine bestimmte Zeit weiter.
Sie konnten am Leben erhalten werden, wenn in bestimmten Abständen immer
wieder neue artgleiche Zellstrukturen zugeführt wurden.
Prof. Niehans übertrug diese Entdeckung von der Petrischale auf kranke
und alternde Menschen. Er injizierte intramuskulär frische Zellen den Patienten,
da er davon ausging, dass im erschöpften und verbrauchten Organismus durch
die Zuführung frischer Zellen eine Regeneration erfolgen müsse.
Er begann damit ein neues System der Heilkunst aufzubauen. Es wird berichtet,
dass eine junge Frau 1928 eine Strumaoperation hat durchführen lassen.
Versehentlich wurde ihr die Nebenschilddrüse entfernt. Diese Drüse
ist für den Kalkstoffwechsel zuständig. Die Frau bekam tetanische
Krämpfe, die unbehandelt zum Tode führen.
Prof. Niehans selbst Chirurg erkannte, dass eine weitere Operation mit der Einpflanzung
dieser Drüse nicht möglich war. Aus einem frisch geschlachtetem Kalb
entnahm er steril die Nebenschilddrüse und zerkleinerte sie. Mit einer
Kochsalz-lösung injizierte er die Zellteile der Patientin. Schon nach wenigen
Stunden klangen die Krämpfe ab und nach wenigen Tagen war sie gerettet
und geheilt über Jahrzehnte. So begann die Niehans Frischzellentherapie.
Prof. Niehans behandelte einige Zeit später eine an perniziöser Anämie
schwer erkrankte Patientin, der keine der üblichen Therapien geholfen hat.
Aus dem Schlachthof ließ er sich den Embryo eines trächtigen geschlachteten
Schafes bringen. Auf dem Operationstisch entfernte er Magen und Leber und zerkleinerte
das Organmaterial und injizierte es mit einer Kochsalzlösung der Patientin
mit dem Erfolg, dass die Patientin von ihrer Krankheit geheilt wurde.
Anfang des vorherigen Jahrhunderts wurde von einigen Chirurgen durch operative
Eingriffe ganze Drüsen wie Hoden, Eierstöcke übertragen. Besonders
bekannt wurde der russische Chirurg Prof. Voronoff durch seine Einpflanzung
von Affenhoden auf alternde Männer. Der Verdienst von Niehans ist es, die
übliche Einpflanzung von ganzen Drüsen aufzugeben. Er hat ausschließlich
Zellaufschwemmungen von Organen und Organteilen injiziert. Das hat den Vorteil,
dass die übertragenen Zellen in einem engen Kontakt zu den Geweben und
der Gewebsflüssigkeit gebracht werden und daher schneller und besser ausgewertet
werden können. Dieser völlig neue Weg war ein überzeugender Erfolg.
In der Zelltherapie werden Organe von Schafsfeten aus dem Endstadium ihrer Entwicklung
im Mutterleib entnommen. Sie sind als fetale Zellen leichter zu gewinnen und
werden wegen ihrer geringen allergiesierenden Eigenschaften vom Empfänger
besser vertragen. Das ungeborene Schafsfet hat noch keine eigene Immunaktivität.
Die bei Organtransplantationen lebenslang notwendigen Medikamente um eine Abstoßreaktion
zu unterbinden, sind bei der Frischzellentherapie nach Prof. Niehans nicht erforderlich.
In der Folge hat Prof. Niehans bei vielen Organerkrankungen die entsprechenden
Zelltherapien mit großem Erfolg durchgeführt. Seine gewonnenen Erfahrungen
zeigten, dass zwischen den einzelnen Organ- und Hormonsystemen funktionelle
Wechselbeziehungen bestehen. So können zum Beispiel Regelstörungen
bei einer Frau durch eine Schwäche der Hypophyse (Hirnanhangdrüse),
der Schilddrüse, der Nebennieren und der Eierstöcke verursacht werden.
Deshalb muss der erfahrene Therapeut die physiologischen und biochemischen Zusammenhänge
des menschlichen Organismus genau kennen.
Da es sehr kompliziert war, eine Frischzelltherapie sofort nach einer Schlachtung
des Spendertieres durchzuführen, kam Prof. Niehans zusammen mit Lebensmittelchemikern
auf die Lösung, die Organzellen nach der Entnahme einer Gefriertrocknung
zu unterziehen. Es besteht dadurch die Möglichkeit, das Zellmaterial ohne
Zeitdruck auf Pathogenität zu untersuchen. Vor Anwendung kann das gefriergetrocknete
Zellmaterial in einer Lösung aufgeschwemmt werden. Es stellte sich heraus,
dass die gefriergetrockneten Zellen mindestens 20 Jahre die gleiche Wirkung
zeigen, wie das unmittelbar nach Schlachtung des Tieres gewonnene Zellmaterial.
Das vereinfachte die Anwendung.
Niehans hat damit Erkenntnisse vorweggenommen und praktisch in der Theorie ausgewertet,
die erst im Jahre 1962 durch die Nobelpreisträger Medawar und Burnett wissenschaftlich
untermauert wurden. Trotzdem gibt es in medizinischen Fachkreisen immer noch
Gegner dieser Therapieform.
Das therapeutische Material in der Frischzellen-Therapie ist eine Suspension,
d. h. eine Aufschwemmung von vielen Hunderttausenden von Zellen und kleinsten
Zellverbänden.
Unterfunktion der Drüsen mit innerer Sekretion
o Unterentwicklung der Geschlechtsorgane
o Störungen der Menstruation
o Unfruchtbarkeit
o Vorzeitiges Klimakterium
o Klimakterische Beschwerden
o Fettsucht infolge von Drüsenstörungen
o Altersdiabetes
o Hypotonie
o Aktivitätsmangel und Antriebslosigkeit
o Potenzstörungen des Mannes
o Magersucht
o Zwergwuchs infolge Unterfunktion der Hypophyse
Vorzeitige Alterung mit Vitalitätsverlust
o Allgemeiner Abbau und frühzeitige Verschleißerscheinungen
o vorzeitige Alterung
o allgemeine Erschöpfungszustände
o eingeschränkte Leistungsfähigkeit
Chronisch-degenerative Erkrankung des Stütz- und Gefäß-Apparates
o Degenerative Erkrankungen des Gefäßsystems
o Durchblutungsstörungen peripher
o Zerebrale und koronare Durchblutungsstörungen
o Arthrose Abnutzung der Gelenke
o Osteochondrose Abnutzung der Wirbelgelenke
o Gelenk- und Weichteilrheumatismus
o Osteoporose (Entkalkung des Knochengewebes)
Degenerative Organerkrankungen
o Herz
o Niere
o Lunge (z.B. Altersemphysem)
o Magen
o Leber
o Nebenniere
o ZNS
o Dünn- und Dickdarm
o Knochenmark (Blutbildung)
o Bindegewebe
Entwicklungsstörungen im Kindesalter
o Down-Syndrom (Mongolismus)
o Geistige Entwicklungsstörung
o Folgezustände von Geburtsschädigungen
o Folgezustände von Hirn- und Hirnhautentzündungen
o Folgezustände nach Unfällen mit Hirnbeteiligung
Erkrankungen des Gehirns und Rückenmarks
o MS (Multiple Sklerose)
o AMS (Amyotrophe Lateralsklerose, Degeneration des Nervensystems)
o Neuritis (Nervenentzündungen)
o Morbus Parkinson (Schüttellähmung)
o Migräne
Allgemeine Abwehrschwäche und Infektanfälligkeit
Herzzellen werden zum Beispiel bei Herzerkrankungen aller
Art und Leberzellen bei Lebererkrankungen injiziert. Wie schon vorher ausgeführt,
muss man berücksichtigen, dass nicht nur einzelne Organe erkrankt sind,
sondern ganze Organsysteme. Deshalb müssen immer individuelle Kombinationen
gefunden werden, die die mitbeteiligten Organe behandeln. Jeder Patient benötigt
seine eigene Zusammenstellung von Zellarten.
Kontraindikationen für die Zelltherapie:
Kontraindikationen für die Zelltherapie sind alle infektiösen und
entzündlichen Erkrankungen. Chronische Infektionen, die schon über
viele Jahre bestehen, sind ausgenommen. Hier lassen sich die körpereigenen
Abwehrkräfte aktivieren und es kommt nicht selten zu einer Ausheilung.
Eine Therapie sollte nicht durchgeführt werden, wenn streuende Infektionsherde
wie vereiterte Zähne, ein chronisch entzündeter Blinddarm, chronische
Entzündungen der Mandeln oder der Gallenblase vorhanden sind.
Der Ablauf der Frischzellen-Therapie:
Eine Behandlung mit Zellimplantationen erfolgt ausschließlich durch den
Therapeuten, der mit den Prinzipien der Frischzellen-Therapie langjährig
vertraut ist. Eine Voruntersuchung ist erforderlich.
Die injizierten Präparate sind Zellaufschwemmung und in der Regel wenig
schmerzhaft, da es sich um natürliches biologisches Zellmaterial handelt,
das in seiner Zusammensetzung den Körpergeweben und Körperflüssigkeiten
des Patienten entspricht.
Nach den Zellinjektionen sollte der Patient eine 2-tägige Ruhe einhalten.
Körperliche Anstrengungen sollten vermieden werden. 2 Liter Wasser sollten
täglich getrunken werden. Die Ernährung sollte leicht verdaulich sein
mit wenig Fleisch. Lamm- und Schafffleisch, Schafskäse und Milchprodukte
sollten 2 Wochen nach Zellinjektionen gemieden werden.
Therapieverlauf:
Die erste Phase macht sich unmittelbar nach der Zellimplantation bemerkbar.
Die löslichen Bestandteile aus den Zellen werden in die Blutbahn aufgenommen
und es kommt oft zu einer kurzfristigen Besserung der Beschwerden und zu einer
Hebung des Vitalitätsgefühls. Nach einigen Stunden oder Tagen klingt
diese Phase ab und geht in das Stadium der immunbiologischen Reaktionen über.
Diese Reaktionsphase kann bis ca. 14 Tage nach der Zelleinspritzung anhalten.
Einige Patienten geben am Beginn dieser Periode an, dass sie sich abgeschlagen
und matt fühlen und ihre bisherigen Beschwerden verstärkt empfinden.
Es kommt oft zu vermehrter Urinausscheidung. Diese Erscheinungen treten aber
durchaus nicht in allen Fällen auf. Es gibt Patienten, die die Zellen beschwerdelos
resorbieren und sehr bald einen Heileffekt verspüren. Je notwendiger die
Behandlung war, um so geringer sind meist derartige Reaktionen.
Die dritte und letzte Phase der Frischzellen-Therapie ist das Regenerations-Stadium.
Es beginnt in der 3. oder 4. Woche und dauert 4 - 6 Monate nach der Einspritzung.
In dieser Zeit macht sich bei einer Vielzahl der Behandelten der angestrebte
Heileffekt bemerkbar, vor allem die Revitalisierung mit einer Besserung des
Allgemeinbefindens und einer oftmals objektiv messbaren größeren
Leistungsfähigkeit. Die Revitalisierung äußert sich vielfach
u.a. in einer besseren Durchblutung der Haut, in einem Verschwinden der Hautrunzeln
und -falten, in einer Hebung der geistigen und körperlichen Leistungsfähigkeit
und in einer gehobeneren Stimmungslage. Neben dieser allgemeinen Revitalisierung
zeigt sich bei vielen der behandelten Patienten mit Organleiden auch die Besserung
oder Normalisierung der Organfunktion. Der endgültige zelltherapeutische
Erfolg hält zwischen 6 Monaten bis zu mehreren Jahren an. Bei vielen Patienten
hat eine einmalige Frischzellen-Therapie zur endgültigen Genesung geführt.
Falls eine Wiederholung der Frischzellen-Therapie erforderlich ist, sollte sie
nicht vor Ablauf von 6 Monaten nach der ersten Behandlung erfolgen.
Verhaltensempfehlung nach der Frischzellen-Therapie:
Kaffee, Tee und Alkohol in normalen Mengen. Das Rauchen sollte aufgegeben werden.
In der ersten Woche nach der Frischzellen-Therapie keine körperliche Anstrengungen
im Sinne von sportlicher Betätigung oder schwerer körperlicher Arbeit.
In den ersten 2 Wochen sollten Sauna, türkische Bäder, alle Arten
von Übererwärmungen und intensive Sonnenbestrahlung vermieden werden.
Nebenwirkungen:
Nach den Zellimplantationen kommt es in einigen Fällen beim Patienten zu
leichten Temperaturanstiegen. Ein Anstieg der Körpertemperatur bis auf
38°C für einige Stunden oder 1 bis 2 Tage kann als sogenanntes Resorptionsfieber
auftreten und ist als solches harmlos. An der Injektionsstelle können Rötungen
und Hitzeentwicklung auftreten, die lediglich mit Kälte behandelt werden
können.
Revitalisierung:
Der Grundlagenforschung verdankt die moderne Frischzellen-Therapie wesentliche
Erkenntnisse, insbesondere zur Objektivierung des Revitalisierungseffektes nach
Zellinjektionen.
Unter Revitalisierung versteht man die Wiederherstellung einer normalen, altersentsprechenden
Funktion des gesamten Organismus in Fällen einer vorzeitigen Abnutzung
und psychosomatischen Erschöpfung. Diese Revitalisierung äußert
sich bei vielen Patienten u.a. in einer besseren Durchblutung der Haut, einer
besseren geistigen und körperlichen Leistungsfähigkeit sowie in einer
gesteigerten Stimmungslage. Dieser wesentliche Effekt der Frischzellen-Therapie
wurde in verschiedenen Versuchsanordnungen objektiviert.